Apostel Böttcher besucht Wusterhausen - Gottesdienst mit Versiegelung

Wusterhausen,12. Mai 2013. Die Gemeinde feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumsgottesdienst kam Bezirksapostel Rüdiger Krause in Begleitung von Bischof Novicic. weiterlesen...

Wusterhausen, 11. Mai 2013. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Gemeinde Wusterhausen hatte führten die Geschwister des Gemeindechores ein Konzert durch. weiterlesen...

Wusterhausen 06.März 2013. Apostel Böttcher besuchte heute die Gemeinde Wusterhausen. In seiner Begleitung befand sich Bezirksältester Stelte, sowie die Vorsteher der Gemeinden Havelberg, Ludwigslust, Dannenberg, Wittenberge und natürlich der Hausherr, Hirte Bunge, sowie die Priester Gärtner und Schmidt und Diakon Eichinger aus der Gemeinde Wusterhausen. weiterlesen...

(rd). Wusterhausen 06.März 2013. Apostel Böttcher besuchte heute die Gemeinde Wusterhausen. In seiner Begleitung befand sich Bezirksältester Stelte, sowie die Vorsteher der Gemeinden Havelberg, Ludwigslust, Dannenberg, Wittenberge und natürlich der Hausherr, Hirte Bunge, sowie die Priester Gärtner und Schmidt und Diakon Eichinger aus der Gemeinde Wusterhausen.

Vor dem Gottesdienst erfreute der kleine Flötenchor die Gemeinde mit etlichen und schön vorgetragenen Liedern aus dem Gesangbuch, wie auch aus der Chormappe. Als Beispiel seien genannt GB 376: Nahe bei Jesu, GB 229: Wie ein Hirt sein Volk zu weiden, GB 230: Ein Gärtner geht.., GB 231: Wir haben einen Hirten, GB 269: Weil ich Jesu Schäflein bin usw. Der Gemischte Chor trug auch zur Einstimmung mit dem Lied CM 7 bei: „Herr, kehr bei mir ein“. Die Gemeinde sang zu Beginn das Lied Nr186 aus dem Gesangbuch: „An deinem Wort, Herr, will ich bleiben“. Apostel Böttcher diente mit einem Wort aus dem Brief an die Epheser 5, 15-17: „So seht nun sorgfältig darafu, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht was der Wille des Herrn ist.“

Nach dem Verlesen des Wortes sang der Chor das Lied CM 331: „Ich halte mich, Herr“.

Gotteskindschaft ist etwas Besonderes.

Alle Menschen sind Geschöpfe Gottes. Aber es sind nicht alles Gotteskinder. Für die Gotteskindschaft gilt die Verheißung auf ewig bei dem Herrn sein zu können. Die Erwählung zum Gotteskind ist keine Sache des eigenen Verdienstes, sondern eine Barmherzigkeit, also etwas Besonderes, die man annehmen kann, aber nicht muss Man muss selbst wollen, wie der Chor gesungen hat: darum halte ich mich, Herr an deinen Altar. Denn dort werden immer neue Kräfte mobilisiert.

Es ist böse Zeit.

Paulus hatte in seinem Schreiben an die Epheser auf die damaligen Verhältnisse aufmerksam gemacht. Heute ist es genau so wie damals. Man hört das nicht gern und verdrängt Gedanken zu diesem Thema. Wieso böse Zeit, wir haben doch alles, es geht uns gut. Was soll das? Böse Zeit ist, weil der Böse, damals wie heute, auf ist um die Gotteskinder zu verschlingen. Er sagt: es ist doch alles gut, mache dir keine Gedanke. Der Böse hat sich nicht geändert. Menschen ablenken, wegtreiben von Gott. Oftmals merkt man es gar nicht, wenn man dazu verführt wird, sich selbst in den Vordergrund zu stellen

Den Willen des Herrn verstehen.

Apostel Paulus ruft im vorgelesen Textwort auf, weise zu sein. Apostel Böttcher ruft uns auf, weise zu sein. Dazu gehört, dass man zunächst eine eigene Standortbestimmung vornimmt. Man muss die Frage stellen, was ist weise in dieser bösen Zeit? Es gilt der Rat: Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seine Gerechtigkeit. Das sind Bezüge für die Zukunft und nicht nur für die Gegenwart. Wir kennen das Beispiel vom reich gewordenen Bauern, der nur an die Gegenwart dachte, aber nichts für die Ewigkeit gesammelt hatte, als man von ihm das Leben forderte. Er wurde in der bösen Zeit immer mehr abgedrängt. Hüten wir uns davor, dass es uns gleich geht. Seien wir Weise. Das ist nicht leicht. Schon Petrus hatte es nicht leicht die Gefahr zu erkennen. Er war von sich überzeugt weise zu sein. Apostel Böttcher betonte, weise ist, das Wort des Herrn zu achten in der bösen Zeit. Der Böse kann das Wort nicht verdrehen. Weise ist es auf das Evangelium zu achten, das uns zur Erlösung bringt. Das ist zukunftsorientiert. Die Folge ist, dass wir den Willen Gottes verstehen. Eigene Vorstellungen bringen nicht weiter. Als Beispiel dient die Wüstenwanderung. Eigene Vorstellungen führten zur Unzufriedenheit und man erkannte den Willen des Herrn nicht.

Vergebung führt zum Frieden

Es besteht die Gefahr, dass man in der heutige Zeit auch anfängt zu murren. Der Herr ist immer noch nicht gekommen. Erkennen wir den Willen des Herrn, verstehen wir warum er noch nicht seinen Sohn geschickt hat? Der Letzte muss gefunden sein, könnte ja in diesem Gottesdienst sein, da noch zwei Versiegelungen durchgeführt werden sollen. Die Vorbereitung auf das königliche Priestertum im tausendjährigen Friedensreich muss abgeschlossen sein. Wir müssen verstehen, dass wir zur Versöhnung und Vergebung kommen müssen. Zur Versöhnung benötigt man zwei Personen, zur Vergebung aber nur eine Person, nämlich sich selbst. Man muss vergeben um zum Frieden zu kommen. Das braucht vielleicht noch Zeit. Die Sakramente nicht leichtfertig hinnehmen, sondern ganz bewußt. Das Abendmahl ist ein lebensnotwendiges Sakrament. Die Sakramente ernst nehmen, denn es ist böse Zeit. Wenn wir dem Evangelium – und damit dem Wort folgen, wird aus der bösen Zeit Gnadenzeit.

Der Chor sang aus dem Lied CM 156: „Herr, dein Wort“ und anschließend diente Bezirksältester Stelte, der betonte, dass es eine Freude sei, wenn Menschen den Heiligen Geist empfangen und damit die notwendig Glaubenskraft erhalten. Den richtigen Wert unseres Gottes zu ermessen müssen wir noch alle lernen. Die sichtbare Schöpfung ist für viele Menschen selbstverständlich geworden und damit nichts Besonderes mehr. Die Schöpfungskraft Gottes ist unverändert und liegt auch heute noch in seinem Wort. Sorgfalt ist in allen Dingen notwendig um unser Leben zu führen. Weisheit kommt aus der Gottesfurcht. Die Sünde betrügt die Menschen. Die Nähe zu den Aposteln bringt die Nähe zu Jesus.

Der Chor intonierte das Lied CM 125, Vers 2: „Wie dein Knecht einst auf Morija ganz sich im Gehorsam fand.“ Bevor Apostel Böttcher überleitete zur Sündenvergebung betonte er, dass man Mühe aufwenden muss um zur Gnade zu kommen. Alles auf den Herrn zu werfen erfordert eine große Mühe und Anstrengung.. Die Gemeinde sang zur Vorbereitung das Lied GB 88 den 3. Vers. Anschließend sang der Chor das Lied GB 305: „Nun kommt herzu ihr Seelen“ und Apostel Böttcher führte die Heilige Versiegelung an zwei Seelen durch. Nach Aussonderung der Hostie empfing die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Dazu wurde gesungen das Lied GB 301: „Wie heilig ist doch dieser Ort“ Mit dem Schlussgebet und Segen beendete Apostel Böttcher diesen Gottesdienst. Der Chor gab noch ein Lied mit auf den Weg und sang aus dem Lied CM 307: „Nur noch eine kleine Weile“.

Bilder: R. Dittmar